Ronald Hindmarsh, Jahrgang 1959, 3 Kinder (1989, 1991 und 1995)

1989 schloss ich mein Informatik-Studium an der TU Berlin als Diplom-Informatiker ab. Bis 1994 habe ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Lehre und Forschung am Institut für Technische Informatik / Rechnertechnologie an der TU Berlin Lehrveranstaltungen betreut und im Entwurf von Computer-Chips geforscht.

1995 sah ich auf der Computermesse CeBIT erstmals multimediale Lernprogramme für Kinder. Ich war fasziniert und eröffnete im August 1995 ein Fachgeschäft für multimediale Lern- und Kindersoftware in Bremen. Ich interessierte mich für konstruktivistische Lerntheorie und beschäftigte mich eingehend mit dem Aufbau von Lernprogrammen. Aus informativen Softwarevorführungen im Laden entwickelten sich mit der Zeit Fachseminare und Workshops für Lehrer und Eltern in Schulen und Volkshochschulen. Im September 2000 gab ich das Fachgeschäft zugunsten beratender Tätigkeiten auf.

Von 2001 bis heute habe ich diverse Aus- und Fortbildungen in den Themengebieten Coaching, Psychotherapie, Mediation sowie Bildung und Erziehung besucht.

Von 2002-2013 war ich als Lehrbeauftragter an der Universität Bremen tätig. Bis 2006 leitete ich am Fachbereich Erziehungswissenschaften ein Seminar unter dem Titel „Einsatz des Computers in der reformpädagogischen Schularbeit“. Meine Teilnehmer hospitierten im computergestützten Unterricht und präsentierten ihre Beobachtungen im Plenum. Ich bemerkte, dass es nicht allen leicht fiel, vor dem Rest der Studenten zu reden. Die Fähigkeit der Teilnehmer, den präsentierenden Studenten durch wertschätzendes und konstruktives Feedback zu helfen, erschien mir wenig entwickelt. Daher fing ich an, mit den Teilnehmern Kommunikationstechniken zu üben. Die supervidierten Feedback-Runden wurden schnell zu einem wesentlichen Bestandteil des Seminars. Ab 2006 waren meine Seminarthemen die Behandlung von Lernblockaden, Rede- und Prüfungsangst mit Hilfe der Klopfakupressur sowie ab 2011 die nonverbale Klassenführung für Lehramtstudenten.

Seit Ende 2005 bin ich Heilpraktiker für Psychotherapie mit eigener Praxis. Aus gegebenem Anlass habe ich mich besonders auf die Behandlung von ADHS-Symptomen konzentriert. Aufbauend auf Therapieerfahrungen mit Kindern, Erwachsenen und Familien habe ich eine Methode zur Behandlung tiefliegender und lange bestehender emotionaler Belastungen entwickelt, die ich unter dem Namen Systemische Klopfakupressur seit 2012 in Seminaren für Coachs und Psychotherapeuten weitergebe. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung ist die Methode inzwischen auch für die Selbstanwendung geeignet und heißt deshalb seit Ende 2018 Emotionale Selbstbefreiung.

Seit 2013 initiiere bzw. organisiere ich Barcamps, u. a. das jährlich stattfindende KLOPF-Barcamp (Oberthema Klopfakupressur), das jährliche Entwicklungsgemeinschafts-Treffen (Intervisions-Barcamp zur Emotionalen Selbstbefreiung). Dabei sind mir neben den fachlichen Inhalten die hierarchiefreie Zusammenführung interessierter Personen und die gemeinsame Weiterentwicklung der Klopfakupressur besonders wichtig.

Von Mai 2014 bis Ende 2016 war ich in der Funktion des 1. Vorsitzenden für den Verband für Klopfakupressur e.V. tätig.

In 2016 und 2017 gab ich zusammen mit meiner Kollegin Regine Kroll als Trainer nach Verband für Klopfakupressur e.V. Seminare zu allen vier Ausbildungs-Modulen. Begleitend dazu etwickelten wir das KLOPF-Tutorial, eine offen zugängliche Dokumentation der Klopfakupressur nach dem Curriculum des Verbands sowie der Systemischen Klopfakupressur.

Seit der Einführung der Emotionalen Selbstbefreiung Ende 2018 steht für mich der Anwender konsequent im Vordergrund. Derzeit entwickle ich den Selbstbefreiungs-Assistenten, ein Online-Lern- und Anwendungsprogramm zur Emotionalen Selbstbefreiung.

Wertschätzung, Ehrlichkeit und Offenheit prägen meine Arbeit in der Praxis und in Seminaren. Ich schließe mich dem Berufskodex an, den das Forum Werteorientierung in der Weiterbildung e.V. publiziert hat.

Bremen, im Juli 2019