ADS steht für die Diagnose "Aufmerksamkeits-Defizit-Störung", ggf. mit Hyperaktivität (ADHS). Schätzungen zufolge sind ca. 5% der 3-17-jährigen betroffen. In mehr als der Hälfte der Fälle besteht die Störung mit veränderten Symptomen im Erwachsenenalter fort.

Meine Beobachtungen in der Therapie von ADS-/ADHS-Symptomen legen den Schluss nahe, dass die Symptome in engem Zusammenhang mit transgenerativen emotionalen Belastungen stehen. Die "Übertragung" dieser Belastungen geschieht im Rahmen von Beziehungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beziehung positiv oder negativ erlebt wird. Entscheidend ist eher die Intensität.

Behandlung bei Kindern

Die Behandlung beginnt mit einem Erstgespräch in Anwesenheit aller beteiligten Personen. In diesem Gespräch werden die Symptome aufgenommen und der weitere Behandlungsablauf besprochen. Hilfreich ist es, wenn bestehende Diagnosen eingesehen werden können.

Im weiteren Verlauf werden in Einzelsitzungen gezielt die individuellen emotionalen Grundlagen behandelt, welche die Symptome des Kindes hervorbringen bzw. stützen. Im Zentrum der Behandlung mit systemischer Klopfakupressur stehen die individuellen Vorerfahrungen und das subjektive Erleben der innerfamilären Beziehungen. Die Länge, Reihenfolge und Häufigkeit der Behandlungen wird für jede Person nach Bedarf gewählt. Falls erforderlich, werden Paar- oder Gruppensitzungen anberaumt.

Den Abschluss bildet wieder ein Gespräch mit allen Beteiligten. Neben der Besprechung der bereits eingetretenen Veränderungen wird besprochen, wie ggf. weiter vorgegangen werden soll.

Behandlung bei Erwachsenen

Wenn die betroffene Person nicht mehr bei den Eltern wohnt, kann die Behandlung ohne Einbeziehung der Bezugspersonen erfolgen. Die Symptome bei Erwachsenen haben nicht nur einen anderen Charakter, sondern sie sind durch das höhere Alter auch stark mit der Wahrnehmung des außerfamiliären sozialen Umfelds verbunden.

Die Behandlung umfasst die Bearbeitung der transgenerativen emotionalen Belastungen sowie ein anschließendes Coaching über einen angemessenen Zeitraum. Dabei geht es darum, die ggf. durch eine Neubewertung des aktuellen sozialen Umfeldes erforderlichen Veränderungen begleiten zu können. Der letztere Abschnitt kann in der Regel teilweise in Form von Online-Coachings erfolgen.

Feedback meiner Klienten

  • Heute hatten wir unser Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräch in der Schule. Natürlich ist aus Michael noch nicht gleich ein Musterschüler geworden, aber die Klassenleiterin und auch wir sehen deutliche Fortschritte und sind dementsprechend alle zufrieden. Also bleibt uns hoffentlich auch das Thema Medikamente erst mal weiterhin erspart. Ruth K. (10 Wochen nach der Intensiv-Therapie)