Unter psychosomatischen Erkrankungen versteht man körperliche Beschwerden und Symptome, die durch psychische Faktoren hervorgerufen werden. Die Behandlung der psychischen Entstehungsbedingungen kann eine nachhaltige Besserung bewirken.

Dass psychische Beschwerden körperliche Symptome verursachen können, ist eine sprichwörtliche Weisheit: Es schlägt einem auf den Magen, einem kommt die Galle hoch, man hat eine Kloß im Hals etc. Auf meine Frage an mehrere Ärzte, bei wie vielen Ihrer Patienten sie einen psychischen Wirkfaktor bei ihren jeweiligen Krankheiten vermuten würden, bekam ich Antworten zwischen 50 und 90 Prozent!

Der amerikanische Arzt und Psychoanalytiker Franz Alexander (1891-1964) fasste 1950 folgende 7 Krankheitsbilder ("Holy Seven") als klassische Psychosomatosen zusammen:

  • Asthma Bronchiale (chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, ICD10-Code J45)
  • Colitis Ulcerosa (chronische entzündliche Erkrankung des Darms, K51)
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion, E05)
  • Chronische Polyarthritis (Entzündung mehrere Gelenke, M05-06)
  • Essentielle Hypertonie (I10)
  • Neurodermitis (L23-25)
  • Geschwüre (K25-26)

Wahrscheinlich ist dies nur die Spitze des Eisbergs.

Viele psychosomatische Erkrankungen sind Autoimmunerkrankungen. Psychologisch kann man diese als Ausdruck innerpsychischer Konflikte auffassen, jedenfalls hat sich diese Sichtweise in der Behandlung mit systemischer Klopfakupressur bewährt.

Grundsätzlich rate ich bei psychosomatischen Symptomen mit Krankheitswert eine vorherige bzw. therapiebegleitende ärztliche Untersuchung bzw. Behandlung an.